Jochen Weber, Internationale Jugendbibliothek

Lektoratsleiter

Ich erzähle gern über meine Aufgaben im „Bücherschloss“, weil …

… ich zeigen möchte, dass Sprachen berufliche Möglichkeiten bieten können, von denen man manchmal nicht einmal etwas ahnt. Ich mag meine Arbeit in der Internationalen Jugendbibliothek sehr, weil sie vielfältig ist und mir viele Türen in die Welt öffnet.

Sprache(n) in meinem Beruf:

Sprache ist der wertvollste „Rohstoff“ und das wichtigste Werkzeug meiner Arbeit. In der weltweit größten Spezialbibliothek für Kinder- und Jugendliteratur habe ich mit Büchern in vielen Sprachen zu tun, vor allem Spanisch, Portugiesisch, Katalanisch und Galicisch. Ich kommuniziere praktisch täglich (schriftlich und mündlich) auf Deutsch, Englisch und Spanisch. Was ich mit Sprache(n) tue: Projekte konzipieren, Ausstellungstexte schreiben, Bücher rezensieren, Veranstaltungen moderieren, Autoren und Illustratoren präsentieren, Vorträge formulieren, mit Fachbesuchern diskutieren und vieles mehr.

Sprache(n) in meinem Leben:

Für mich gilt: Ein Leben ohne intensive Beschäftigung mit Sprache(n) ist möglich, aber sinnlos! Nach dem Zivildienst arbeitete ich ein Jahr lang in einer Kindertagesstätte in Santiago de Chile. Diese Erfahrung hat mich besonders stark geprägt. Während des Studiums (Germanistik, Hispanistik und Politische Wissenschaft) verbrachte ich sechs Monate an der Universität Sevilla. Englisch und Spanisch spreche ich fließend; in beiden Sprachen fühle ich mich zu Hause. Auf Portugiesisch und Französisch kann ich mich verständigen, aber leider fehlt mir die regelmäßige Praxis.