Jan Schönherr, Literaturübersetzer

Literarischer Übersetzer, freiberuflich

Ich übersetze Belletristik und Sachtexte aus dem Englischen, Französischen und Italienischen ins Deutsche und bewege mich dabei ständig zwischen den Sprachen und an ihren Rändern.

 Ich erzähle gerne über meine Arbeit, weil …

… sie das Schönste ist, was ich je für Geld gemacht habe. Man lernt jeden Tag was Neues, darf Geschichten erzählen, ohne sich je mit Schreibblockaden rumzuärgern, und muss dabei trotzdem ein großes Maß an Sensibilität und Kreativität aufbringen, um sich das Original so anzueignen, als hätte man es selbst geschrieben, und es dann in der Zielsprache möglichst wirkungsgleich noch mal zu schreiben.

Sprache(n) in meinem Beruf:

Klar, mindestens zwei Sprachen muss man zum Übersetzen schon beherrschen – die fast wichtigere davon ist allerdings die Zielsprache, in meinem Fall also das Deutsche. Auch wenn ich zum Beispiel noch so gut Französisch verstehe, hilft mir das nichts, wenn ich das Verstandene auf Deutsch nicht ausdrücken kann. So öffnet unsere Kunst neben der Tür zur Welt der Ausgangssprache auch einen neuen Blick für das, was einem bisher ganz vertraut vorkam, und ist ständige, faszinierende Arbeit an der eigenen Muttersprache.

Sprache(n) in meinem Leben:

Englisch hat in meinem Leben aus familiären Gründen schon seit frühester Kindheit eine große Rolle gespielt, Französisch, Italienisch und Portugiesisch habe ich erst als Erwachsener ernsthafter für mich entdeckt. Eine neue Sprache zu lernen, ist für mich jedes Mal so, als würde meine Welt mit einem Mal ein bisschen größer: mehr Literatur, mehr Filme, mehr Musik, mehr Geschichte(n), mehr nette, interessante Menschen. Und irgendwie entdeckt man auch jedes Mal eine neue Seite an sich selbst. Am liebsten würde ich sie eigentlich alle lernen.